Stundensatz eines Bauarbeiters 2026: so berechnen Sie den echten Kostenansatz | archim
So berechnen Sie den echten Stundensatz eines Bauarbeiters
Ein Beispiel Schritt für Schritt: vom Bruttogehalt zum produktiven Stundensatz inklusive Sozialabgaben, Urlaub, Sonderzahlungen und Nebenkosten.
Kurz gesagt: So berechnen Sie den echten Stundensatz eines Bauarbeiters
Ein Beispiel Schritt für Schritt: vom Bruttogehalt zum produktiven Stundensatz inklusive Sozialabgaben, Urlaub, Sonderzahlungen und Nebenkosten.
- •1. Ausgangspunkt: das jährliche Bruttogehalt
- •2. Sozialabgaben und Nebenkosten hinzurechnen
- •3. Vertragliche und produktive Stunden berechnen
Viele Bauunternehmen kalkulieren Margen mit dem vertraglichen Stundenlohn eines Arbeiters. Das Risiko: den echten Kostenansatz zu unterschätzen, denn dieser enthält nicht Arbeitgeberabgaben, Urlaub, Krankheitstage und weitere Kosten. In dieser Anleitung zeigen wir an einem konkreten Beispiel, wie man vom Bruttogehalt zum produktiven Stundensatz gelangt.
1. Ausgangspunkt: das jährliche Bruttogehalt
Nehmen wir einen Bauarbeiter mit einem Jahresbruttogehalt von 28.000 €. Das ist die Basis für alle weiteren Berechnungen. Das Bruttogehalt umfasst das Monatsgehalt sowie eventuelles Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber noch nicht die Arbeitgeberbeiträge.
2. Sozialabgaben und Nebenkosten hinzurechnen
Die Arbeitgeberbeiträge im Baugewerbe liegen in der Regel bei 35–40 % des Bruttogehalts. Hinzu kommt die Unfallversicherung, die im Baugewerbe relevant ist. In diesem Beispiel verwenden wir pauschal einen Kostenaufschlag von 42 %, also 11.760 €. Die belastete Gehaltskoste beträgt somit 39.760 €.
3. Vertragliche und produktive Stunden berechnen
Ein Arbeitsjahr hat rund 2.080 vertragliche Stunden (52 Wochen × 40 Stunden). Doch der Arbeiter produziert nicht in all diesen Stunden: Urlaub, Feiertage, Krankheit und Schulungen reduzieren die Summe. Produktive Stunden liegen typischerweise bei 75–80 % der vertraglichen Stunden, also etwa 1.600 pro Jahr.
4. Den echten Stundensatz ermitteln
Teilen Sie die belastete Gehaltskoste (39.760 €) durch die produktiven Stunden (1.600). Das Ergebnis liegt bei etwa 24,85 €/Stunde. Das ist der wahre Kostenansatz pro produktiver Stunde, deutlich über dem reinen Stundenlohn.
5. In Angeboten und Margenbetrachtungen anwenden
Bei der Kalkulation eines Auftrags oder der Baustellenmarge multiplizieren Sie die geschätzten Stunden mit dem echten Stundensatz, nicht dem vertraglichen Lohn. Tragen Sie in archim 24,85 €/h ein, wird jede auf dem Baubericht erfasste Stunde automatisch dem Projekt als Kosten zugeordnet.
Die nächsten Schritte
Die Berechnung des echten Stundensatzes ist keine rein buchhalterische Übung: Es ist die Zahl, die bestimmt, ob eine Baustelle profitabel ist. Nutzen Sie unser kostenloses Tool, um die Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen nachzuvollziehen.
FAQ
Weiterlesen
Vertiefen Sie das Thema mit den verwandten Inhalten.
Berechnen Sie Ihren Stundensatz mit dem kostenlosen Tool
Geben Sie Bruttogehalt und Nebenkosten ein und erhalten Sie in Sekunden den echten Stundensatz.
Kostenlose Demo buchen